Alt-Katholische Kirchengemeinde: Moderner als der Name vermuten lässt

Frauen im Amt und verheiratete Priester und Priesterinnen: Schon diese Merkmale zeigen, dass das »alt« in »alt-katholisch« nichts mit altmodisch oder altbacken zu tun hat. Im Gegenteil: Hinter der zahlenmäßig kleinen alt-katholischen Kirche verbirgt sich eine auf Toleranz bedachte, eher liberale Glaubensgemeinschaft. Sie ist staatskirchenrechtlich den beiden Großkirchen gleichgestellt, was sich unter anderem darin zeigt, dass der Staat auch bei ihren Mitgliedern die Kirchensteuer einzieht. Entstanden ist sie aus dem Protest gegen das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit, das 1870 vom Ersten Vatikanischen Konzil verkündet wurde. Seitdem sehen die Christinnen und Christen des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland – so der offizielle Name der deutschen alt-katholischen Kirche – es als eine wichtige Aufgabe an, die altkirchlichen Prinzipien der Selbständigkeit lokaler Kirchen, der Pflege ihrer Gemeinschaft und der gemeinsamen Verantwortung von Kirchenvolk und Ordinierten mit Leben zu füllen.

Gewachsen sind daraus zahlreiche Reformen wie die oben genannten und viele zwar kleine, dafür aber auch sehr familiär strukturierte, lebendige Gemeinden, die mehr durch Beitritte als durch Taufen wachsen. Typisch für diese Gemeinden ist, dass sie ein mehr oder weniger großes Einzugsgebiet haben; die Gemeinde Stuttgart umfasst zum Beispiel große Teile Württembergs und hat außer ihrem Gemeindezentrum am Katharinenplatz 5 auch Gottesdienststationen in Aalen und in Tübingen. Ein Großteil ihrer Mitglieder lebt aber in Stuttgart und Umgebung, sodass hier ein ganz normales Gemeindeleben möglich ist.

Alt-Katholische Kirchengemeinde St. Katharina
Kirche und Gemeinderäume:
Katharinenplatz 5,
70182 Stuttgart
Pfarramt: Merkurstraße 24, 70565 Stuttgart
Telefon: 07 11.74 88 38
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Internet: www.stuttgart.alt-katholisch.de